26. September 2019

Lebensdauer von Einrichtungen

Beim Auszug eines Mieters kommt es immer wieder zu Unklarheiten, wer für die Abnützung der Einrichtungen aufzukommen hat.

Hat ein Mieter vor seinem Auszug über einige Jahre eine Mietwohnung bewohnt, fallen häufig Erneuerungsarbeiten an der Wohnung an. Grundsätzlich sind diese mit dem Mietzins abgegolten resp. der Mieter muss nicht für diese Erneuerungsarbeiten aufkommen. Dies gilt aber nicht, wenn die Abnützung übermässig ist. Mieter müssen dann für den sogenannten Zeit- oder Restwert eines Gegenstands aufkommen. Der Restwert berechnet sich aus der Lebensdauer des Gegenstandes abzüglich des tatsächlichen Alters.

Bei laufenden Mietverhältnissen hat der Mieter keinen Anspruch auf den Ersatz von Einrichtungen, wenn die Lebensdauer bereits abgelaufen ist. Der Anspruch besteht nur, falls die Einrichtung mangelhaft ist oder die Benutzung nicht mehr zugemutet werden kann. Der Vermieter kann nicht verpflichtet werden, sogenannte Schönheitsreparaturen vorzunehmen.

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Nachfolgend einige Einrichtungen und deren Lebensdauer:

Anstrich (Dispersion) von Wand- und Deckenverkleidungen

8 Jahre

Laminatböden (mittlere Qualität, Klasse 22/32)

15 Jahre

Parkett, Massivholzparkett (Klötzli, Hartholzriemen)

40 Jahre

Parkett Versiegelung (Oberflächenbehandlung)

10 Jahre

Lavabo/WC aus Keramik 

35 Jahre

Glaskeramikkochfeld 

15 Jahre

Geschirrspüler/Backofen

15 Jahre

Kühlschrank

10 Jahre

 

Beispiel:
Beim Auszug des Mieters wird festgestellt, dass das Lavabo einen durchgehenden Riss quer durch das Lavabo sowie eine grosse Keramik-Absplitterung aufweist. Das Lavabo hat aktuell ein Alter von 20 Jahren. Bei einer Lebensdauer des Lavabos von 35 Jahren, beträgt der Restwert noch 15 Jahre. In diesem Fall hat sich der ausziehende Mieter noch mit 15/35 am Ersatz zu beteiligen.

Ausnahme kleiner Unterhalt

Ausgenommen von dieser Regelung ist der sogenannte kleine Unterhalt des Mieters. Kleinere Mängel, welche der Mieter zu übernehmen hat, sind z.B. der Ersatz von Backblech, Zahngläser, Dampfabzugsfilter, Seifenschalen, Duschschläuche, Kühlschrankeinrichtungen, usw. Die Lebensdauer kommt beim kleinen Unterhalt nicht zum Tragen resp. findet hier keine Anwendung.

Rauchen in der Mietwohnung

Sollte ein Mieter in der Wohnung stark geraucht haben und beim Auszug sind nebst dem Neuanstrich, zusätzliche Arbeiten für die Entfernung/Behandlung der Nikotinrückstände nötig, sind diese Zusatzarbeiten durch den ausziehenden Mieter zu übernehmen. Auch dann, wenn der normale Anstrich bereits das Lebensdauerende erreich hat.

26. September 2019

Das 3-Säulen-Prinzip – Gefahren & Möglichkeiten (Teil I)

Dank dem 3-Säulen-Prinzip des Schweizer Vorsorgesystems kann, mit frühzeitiger Planung, auch im Alter oder bei Invalidität gewährleistet werden, dass Schweizerinnen und Schweizer ihren gewohnten Lebensstandard beibehalten können. Jede einzelne Säule hat ihren spezifischen Zweck. Im Teil I der Serie "3-Säulen-Prinzip" erhalten Sie einen Überblick über das Schweizer System. In den weiteren Newsletter werden wir Ihnen die Gefahren und Möglichkeiten zu den einzelnen Säulen erläutern.

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Die erste Säule – die staatliche Vorsorge

Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ist die obligatorische Rentenversicherung der Schweiz. Sie bildet zusammen mit der Invalidenversicherung und den Ergänzungsleistungen die erste – staatliche – Säule des schweizerischen Dreisäulensystems und dient der angemessenen Sicherung des Existenzbedarfs.

Die Finanzierung der ersten Säule erfolgt nach dem Solidaritätsprinzip. Dies bedeutet, dass Erwerbstätige inklusive Arbeitgeber und Nichterwerbstätige (bis zum Rentenalter) monatlich Beiträge einzahlen, mit denen die heutigen AHV/IV-Renten finanziert werden. Altersrenten erhalten Frauen ab dem vollendeten 64. Altersjahr, Männer ab dem vollendeten 65. Altersjahr.

Weitere Details zu den Gefahren und Möglichkeiten der ersten Säule folgen im nächsten Newsletter.

 

Die zweite Säule – die berufliche Vorsorge

Die berufliche Vorsorge stellt die zweite Säule im Schweizer Vorsorgesystem dar. Diese beinhaltet die Pensionskasse sowie die Unfallversicherung. Diese Leistungen ergänzen die Renten aus der ersten Säule, um gemeinsam die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise (circa 60 bis 75% des letzten Lohnes bis maximal CHF 85'320.00; Stand 2019) zu ermöglichen. Auf verschiedene Arten kann man seine berufliche Vorsorge verbessern, da man sich freiwillig über das gesetzliche Minimum versichern lassen kann.

Im Gegensatz zur ersten Säule spart bei der beruflichen Vorsorge jeder selbständig für seine eigene Rente. Die voraussichtliche Altersrente der beruflichen Vorsorge kann dem Vorsorgeausweis, den die Pensionskasse jeweils zu Jahresbeginn versendet, entnommen werden.

Weitere Details zu den Gefahren und Möglichkeiten der zweiten Säule folgen im Teil III.

 

Die dritte Säule – die private Vorsorge

Die private Vorsorge ermöglicht, Vorsorgelücken im Alter individuell zu schliessen und mit den privaten Bank- und Versicherungslösungen Vermögen aufzubauen. Zusätzlich können die Risiken Tod und Invalidität spezifisch abgesichert werden.

Zu unterscheiden sind die gebundene private Vorsorge (Säule 3a) sowie die freie private Vorsorge (Säule 3b). Die Säule 3a und 3b unterscheiden sich in folgenden Punkten: Zielgruppe, Vorsorgeprodukte, Laufzeit, gesetzliche Verfügbarkeit, erbrechtliche Begünstigung, Verpfändung, steuerliche Abzüge, Besteuerung beim Ansparen und Besteuerung bei der Auszahlung.

Weitere Details zu den Gefahren und Möglichkeiten der dritten Säule folgen im Teil IV.

02. September 2019

UpDate 2|2019

Die neue Ausgabe des UpDate informiert Sie über die STAF (Steuerreform und AHV-Finanzierung) welche am 1. Januar 2020 in Kraft tritt.

Zusätzlich finden Selbständigerwerbende nützliche Informationen, wie sie vermeiden in eine "Scheinselbständigen"-Situation zu geraten und welche Gefahren in Bezug auf Versicherungen diese mit sich bringt.

Immer wichtiger und sehr aktuell sind auch Fragen zu flexiblen Arbeitszeitmodellen. UpDate gibt einen kurzen Überblick über die gängigsten Modelle und lässt auch die rechtliche Komponente nicht ausser Acht.

Wir wünschen eine spannende Lektüre.

 

29. August 2019

Herzlich Willkommen!

Am 5. August 2019 hat unsere neue Lernende Lotte Pongs mit der Ausbildung zur Kauffrau Fachbereich Treuhand/Immobilien gestartet. Lotte unterstützt im
1. Lehrjahr das Sekretariat.

Wir heissen Lotte Pongs auch auf diesem Weg noch einmal herzlich Willkommen und wünschen Ihr Freude und viel Erfolg bei Ihrer Ausbildung.

 

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Neben Lotte Pongs bildet das Treuhand Center zur Zeit noch drei weitere Lernende aus. Diese haben wie folgt die Abteilungen gewechselt:

Tatjana Hartmann         2. Lehrjahr         Abteilung: Immobilien

Samira Camenisch       3. Lehrjahr         Abteilung: Treuhand/Revision

Gina Maria Bardill         3. Lehrjahr         Abteilung: Treuhand/Sekretariat

Wir wünschen auch euch viel Vergnügen im neuen Fachbereich.

19. June 2019

Von der Idee zum eigenen Unternehmen

Ist mein Geschäftsmodell zukunftsfähig?

Damit aus einer Idee ein erfolgreiches Unternehmen wird, müssen Jungunternehmer im Vorfeld verschiedene Kernfragen beantworten: Welches Paket von Produkten und/oder Services bieten wir an? Was ist unsere Zielgruppe? Besteht für dieses Produkt/Service eine Marktlücke? Wie gross ist unsere Konkurrenz oder welchen Mehrwert können wir dem Kunden bieten? Welche Partner benötigen wir, um unsere Ziele zu erreichen? Wie wird man auf uns Aufmerksam? Welche Ressourcen benötigen wir?

Dies sind einige Kernfragen, welche vor Realisierung und Umsetzung einer Idee zu einem Geschäftsmodell/Unternehmen beantwortet werden müssen.

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Welche Rechtsform passt zu meinem Geschäftsmodell?

Neben der Idee zum Unternehmen ist auch die Wahl der Rechtsform von Bedeutung. Neben Einzelunternehmen sind Aktiengesellschaften (AG) und Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) die am häufigsten gewählten Rechtsformen. Bei der Wahl der Rechtsform spielen Faktoren wie Risiko, Haftungsfragen, Kapitalbedarf, Aussenbild der Unternehmung, Anzahl Beteiligte oder Umfang und Grösse des Unternehmens, Steuern und Sozialversicherungen eine wesentliche Rolle. Sollen die Eigentumsverhältnisse nicht öffentlich einsehbar sein, empfiehlt sich die Gründung einer AG. Ist nur wenig Gründungskapital vorhanden und das private Eigentum soll vor allfälligen Haftungsansprüchen geschützt werden, ist eine GmbH empfehlenswert. Gründungstechnisch am einfachsten und günstigsten ist die Einzelfirma, wobei sich hier aber Nachteile in Haftungsfragen ergeben. Daher ist eine gute Abwägung zur Wahl der Rechtsform notwendig.

 

Vom Grobkonzept zum Business- und Liquiditätsplan

Erstellen Sie aus den oben beantworteten Fragen (Grobkonzept) einen Businessplan. Dieser beinhaltet sämtliche Punkte der Unternehmensplanung, von der  Rechtsform über Strategie, Markt- und Unternehmensanalyse, Marketingkonzept und Infrastrukturplanung bis zur Liquiditätsplanung und Finanzierung. Er ermöglicht eine systematische Vorgehensweise und die frühzeitige Erkennung von Problemen. Die Liquiditätsplanung ist ein wichtiger Teil davon und soll aufzeigen, wie das Kapital beschafft als auch die Zahlungsfähigkeit gewährleistet werden soll.

Für eine Kreditgewährung bei der Bank ist ein solider Liquiditätsplan meist unerlässlich. Gerade in der Anfangsphase hat ein Unternehmen hohe Ausgaben wie zum Beispiel Investitionen, Anschaffungen, Materialeinkäufe, Löhne etc. Die Einnahmen erfolgen jedoch erst später, da der Rechnungsstellung eine Warenlieferung resp. Leistungserbringung vorausgeht und zudem eine Zahlungsfrist für den Kunden besteht. Um Liquiditätsengpässe zu vermeiden, sollte der Finanzierung daher eine grosse Bedeutung zugemessen werden.

Dies sind nur einige der Punkte, welche auf dem Weg zum eigenen Unternehmen Beachtet werden müssen. Wir empfehlen Ihnen sich in jedem Fall von einem Treuhänder beraten zu lassen.

16. June 2019

Wir suchen dich!

Du möchtest eine kaufmännische Berufslehre in Angriff nehmen und bist auf der Suche nach einer Lehrstelle? Dich interessiert die Treuhand- und Immobilien- Branche? Dann bist du hier genau richtig!

Wir haben noch eine Lehrstelle mit Beginn 2. August 2020 frei.

Weitere Informationen zur Lehrstelle und den Bewerbungsmodalitäten findest du HIER.

Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

18. March 2019

Lass dir helfen! – LifeCycle by TCAG

Mit der aktuellen Plakatkampagne lancieren wir unser neues Produkt!
Der LifeCycle by TCAG bietet die Möglichkeit einer ganzheitlichen und vollumfänglichen Beratung, welche verschiedene Lebens- und somit Themenbereiche berücksichtigt und auf diese optimal abgestimmt ist. Wir begleiten Sie ein Leben lang!

Steuerberatung, Heirat, Familienplanung, Versicherungen, Wohneigentum, Selbständigkeit, Vorsorgeplanung, Nachfolgeregelung, Erbteilung, Nachlassverwaltung …. usw.

Im Leben wird man immer wieder mit Fragen und Themen konfrontiert, von denen man nicht immer so genau weiss, was die Entscheidungen für Folgen haben oder welche Optionen sich bieten – weil man im entsprechenden Bereich kein Spezialist ist.

Das Treuhand Center ist der Spezialist – Wir können helfen!

Hier finden Sie die ganze Kampagne

14. March 2019

Newsletter 1|2019

Am 13. März ist bereits der 5. Newsletter des Treuhand Centers versendet worden!

Der Newsletter bietet aktuelle News aus dem Treuhand Bereich und erinnert an wichtige Termine. Neben diesen aufschlussreichen Informationen werden zusätzlich unsere Mitarbeiter in einem individuellen Steckbrief in den Fokus gesetzt.

Bleiben Sie auf dem laufenden und abonnieren Sie unseren Newsletter.

Die aktuelle Ausgabe finden Sie HIER, zum direkt lesen.

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